{"id":157,"date":"2025-08-14T22:21:19","date_gmt":"2025-08-14T20:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/risikoverlag.de\/?p=157"},"modified":"2025-09-04T21:28:54","modified_gmt":"2025-09-04T19:28:54","slug":"wuerfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/risikoverlag.de\/?p=157","title":{"rendered":"W\u00fcrfel"},"content":{"rendered":"\n<p>Der W\u00fcrfel, ist eigentlich nicht n\u00f6tig um Grundfiguren zu beschreiben, den f\u00fcr den Raum w\u00fcrde der <a href=\"https:\/\/risikoverlag.de\/?p=147\" data-type=\"post\" data-id=\"147\">Tetraeder<\/a> reichen. Aber er ist aus mehreren Gr\u00fcnden interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens, als zweiter platonischer K\u00f6rper, ist er fast so simpel wie der Tetraeder, aber erl\u00e4sst sich viel leichter stapeln, genau genommen ist der W\u00fcrfel oder auch Hexaeder (Sechsfl\u00e4chner) der einzige regelm\u00e4\u00dfige Polyeder der den Raum ausf\u00fcllt (R\u00e4umliche Parkettierung, die ansonsten auch mit einer Kombination aus Tetraedern und Oktaedern gelingt, aber dazu sind eben zwei verschiedene K\u00f6rper n\u00f6tig).<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens ist der W\u00fcrfel mit seinen drei parallelen Fl\u00e4chenpaaren ideal geeignet um als einfache Zufallsgenerator fungieren zu k\u00f6nnen. Egal wie er (auf eine waagrechte Fl\u00e4che) f\u00e4llt, eine Seite ist immer eindeutig oben. Beim Tetraeder w\u00e4re die eindeutige Seite die Unterseite (bei der Verwendung im <a href=\"https:\/\/risikoverlag.de\/?p=174\" data-type=\"post\" data-id=\"174\">Spiel<\/a> werden deshalb manchmal die Tetraeder mit verschieden farbigen Spitzen verwendet) und bei den \u00fcbrigen drei platonischen K\u00f6rpern ist die eindeutige Seite zwar vorhanden, sie ist aber schwerer zu erkennen (besonders, wenn der K\u00f6rper nicht exakt waagerecht steht), au\u00dferdem ist ein W\u00fcrfel relativ leicht herzustellen. Gleichzeitig ist der W\u00fcrfel eindeutig ein Artefakt, weil er in der Natur so gut wie nie vorkommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Drittens ist der W\u00fcrfel ein geeignetes Objekt, um den Kipp-Effekt darzustellen: der Necker-W\u00fcrfel, der kommt prominent im &#8218;Tractatus logico-philosophicus&#8216; von Wittgenstein vor, als Metapher f\u00fcr verschiedene Blickwinkel. Die Gehirnforschung (heute meist als Neurologie bezeichnet) hat festgestellt, das die Wahrnehmung des Necker-W\u00fcrfel sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndert und das die Periode in der wir eine der beiden Sichtweisen aufrechterhalten k\u00f6nnen, nach 3s abrei\u00dft. Man geht daher davon aus, das unser Bewusstsein von &#8218;Gegenwart&#8216;, also der <a href=\"https:\/\/risikoverlag.de\/?p=205\" data-type=\"post\" data-id=\"205\">Zeitraum<\/a> den wir als &#8218;Jetzt&#8216; wahrnehmen zwischen ca. 30ms und 3s lang ist (P\u00f6ppel). Man k\u00f6nnte also sagen, unsere Gegenwart besteht aus max. 100 bewussten Wahrnehmungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit die versteckteste Anwendung von W\u00fcrfeln finde ich die &#8218;Zeitw\u00fcrfel&#8216; die beim <a href=\"https:\/\/www.marian-aldenhoevel.de\/zeitkippen\/\">Zeitkippen<\/a> <sup>ex<\/sup> eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der W\u00fcrfel, ist eigentlich nicht n\u00f6tig um Grundfiguren zu beschreiben, den f\u00fcr den Raum w\u00fcrde der Tetraeder reichen. Aber er ist aus mehreren Gr\u00fcnden interessant. 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